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AVEVA™ InTouch HMI

Die Obergrenzen für InTouch-Fernverweise ermitteln

Die Obergrenzen für InTouch-Fernverweise ermitteln

  • Last UpdatedSep 24, 2024
  • 2 minute read

In InTouch gibt es zwei Arten von Fernverweisen. Ein statischer Fernverweis wird bei der Definition der Variablen in der Variablenliste auf eine feste E/A-Adresse festgelegt. Wenn das Projekt ausgeführt wird, erhält der statische Fernverweis ein Variablen-Handle in der Laufzeitdatenbank. Nachdem er einmal aktiviert wurde, geht er bis zum Ende der Laufzeitsitzung in die Variablenzählung ein.

Bei einem dynamischen Fernverweis wird die Zieladresse hingegen erst zur Laufzeit aufgelöst. Wenn dem dynamischen Fernverweis ein Variablen-Handle zugewiesen wird, kann die Zieladresse zur Laufzeit über das Punktfeld .Reference oder die Skriptfunktion IOSetRemoteReference() geändert werden.

Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für ein InTouch-Projekt, das unter einer 300K-Lizenz ohne permanente Fernverweise ausgeführt wird. Der statische Fernverweis geht bis zum Ende der Laufzeitsitzung in die Variablenzählung ein. Beim dynamischen Fernverweis wird hingegen nur die jeweils aktive Variablenquelle gezählt. Die E/A-Adressen, die derselbe Verweis im Laufe der Sitzung bereits verwendet hat, gehen hingegen nicht mehr in die Variablenzählung ein.

Graphics describing an InTouch application running under a 300K license without sticky remote reference tags

Die InTouch 60K-Lizenz verwendet keine permanenten Fernverweise, die die Anzahl dynamischer Fernverweise beschränken würden. Das Projekt kann während der Laufzeitsitzung dynamisch auf beliebig viele unterschiedliche Variablen zugreifen, solange gleichzeitig nur die maximal zulässige Anzahl von Fernverweisen aktiv ist. Es zählen also immer nur die Verweise, die gerade aktiv sind. Wenn beispielsweise ein Fenster mit Fernverweisen geschlossen wird, werden die betreffenden Fernverweise aus der Zählung entfernt. Insgesamt können aber maximal so viele Variablen und Fernverweise gleichzeitig aktiv sein, wie Handles in der Laufzeitdatenbank verfügbar sind.

Die Zählung der dynamischen Fernverweise ändert sich nur, wenn WindowViewer den Inhalt des ausgeführten Projekts auf dem Datenträger speichert. Wenn WindowViewer so konfiguriert ist, dass InTouch-Fenster oder Industriegrafiken im Cache gespeichert werden, verringern sich die Referenzverweise u. U. erst, wenn ein Fenster aus dem Cache entfernt wird.

Auch wenn ein Fenster nicht sichtbar ist, können die Fernverweise mit ihrer Quelle verbunden sein. Wenn der Cache für Fenster vollständig deaktiviert ist und keine Fenster als wichtig spezifiziert wurden, arbeitet WindowViewer ähnlich wie die herkömmliche Funktion "Fenster immer vom Datenträger laden". In diesem Fall werden alle Fenster aus dem Speicher gelöscht, wenn sie geschlossen werden, und die dynamischen Fernverweise werden wieder in der Umgebung einer 60K-Lizenz verwendet.

Fernverweise über E/A-Variablen gelten nicht als permanente Fernverweise, da die Variable bereits als lokale Variable in die Zählung der InTouch-Lizenz eingeht. Der Verweis der E/A-Variablen kann also zur Laufzeit beliebig oft geändert werden, ohne dass sich dies auf die Variablenzählung auswirkt.

Beim Failover auf die Sekundärdatenquelle eines Zugriffsnamens kann das Projekt über die Sekundärquelle weiterhin auf die bereits aktivierten E/A-Items zugreifen, ohne dass sich dies auf die Variablenzählung auswirkt. Werden anschließend neue Items über die Sekundärquelle aktiviert, erhöht sich auch die Zahl der aktiven und gezählten Variablenverweise entsprechend. Diese neu aktivierten Items sind nach dem Failback auf die Primärdatenquelle ebenfalls weiterhin verfügbar.

Wenn die in der Lizenz festgelegte Maximalzahl von Variablenverweisen erreicht ist, können keine weiteren Items aktiviert werden (weder auf der Primär- noch auf der Sekundärdatenquelle).