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AVEVA™ InTouch HMI

Abruf von Archivdaten per Trendstift

  • Last UpdatedJun 29, 2026
  • 4 minute read

Wird ein Projekt ausgeführt, das einen Trendstift enthält, so werden per Historian-Abfrage Daten für den gesamten Trend-Zeitraum abgerufen. Während die Abfrage bearbeitet wird, wird die Trendkurve zunächst mit Echtzeitdaten aktualisiert. Diese werden um die abgefragten Archivdaten ergänzt, sodass die Trendkurve für den gesamten Zeitraum vervollständigt wird. Der Trendstift kann auch dann Daten vom Historian-Partnerknoten abrufen, wenn der primäre Historian-Knoten ausgefallen ist.

Im Folgenden wird erklärt, wie Sie einen Trendstift konfigurieren. Oft wird der Trendstift neben einer Skala platziert, um zu verdeutlichen, dass er den historischen Verlauf des in der Skala angezeigten Werts zeigt.

Hinweis: Wenn Sie im Konfigurator unter Gemeinsame Plattform > System Management Server die Option Kein System Management Server konfiguriert ausgewählt haben, müssen Sie die Historian-Zertifikate manuell installieren, damit der Trendstift zur Laufzeit Daten anzeigt. Informationen zur Installation der Historian-Zertifikate finden Sie in der AVEVA Historian-Hilfe.

Trendstift konfigurieren

  1. Wählen Sie im Visualisierungs-Ordner Trendstift aus.

    Der Cursor verwandelt sich in ein Fadenkreuz, wenn er über die Zeichenfläche des Industriegrafik-Editors platziert wird.

  2. Halten Sie den Mauszeiger an die Stelle, an der die Trendstift-Darstellung beginnen soll.

  3. Ziehen Sie auf der Zeichenfläche, um das Rechteck für das Trendstift-Steuerelement auszuwählen.

    Die horizontalen und vertikalen Grenzen des Trendstift-Rechtecks stellen den Zeichenbereich der Trendstift-Kurve während der Laufzeit dar. Die horizontale Achse des Rechtecks ist der zeitliche Verlauf. Die vertikale Achse ist der Wertebereich.

    The drawing area of the Trend Pen plot

    Das Dialogfeld Trendstifte wird angezeigt. Dieses können Sie auch aufrufen, indem Sie auf den das Dialogfeld Trendstift doppelklicken oder im Menü Spezial den Befehl Animationen bearbeiten wählen.

  4. Geben Sie im Feld Verweis einen Verweis ein.

    Dieser Verweis ist die Datenquelle, deren Werte als Trend angezeigt werden. Dabei muss es sich um einen externen Verweis handeln, z.B. ein Objektattribut oder eine benutzerdefinierte Eigenschaft. Konstante Werte und Ausdrücke sind nicht zulässig.

  5. Wählen Sie Historian oder InTouch Log History/LGH für die historische Quelle. Wenn Sie Historian auswählen, fahren Sie mit Schritt 7 fort.

  6. Bei der Auswahl von InTouch Log History/LGH können Sie das Symbol mit dem UNC Path verwenden, um die Eingabe in das Feld als Ausdruck oder statischen Text umzuschalten.

    • Wenn Sie den Ausdrucksmodus auswählen, können Sie auf Schaltfläche mit den Auslassungspunkten auswählen, um den Attribut-/Variablen-Browser Ihres HMI zu starten und eine benutzerdefinierte Eigenschaft, ein benutzerdefiniertes Attribut oder eine benutzerdefinierte Variable auszuwählen.

    • Wenn Sie den statischen Textmodus auswählen, können Sie die Auslassungsschaltfläche auswählen, um den Dateibrowser zu starten, in dem Sie den LGH-Dateinamen angeben können.

  7. Wählen Sie als Methode zum Auffinden des Historians entweder Automatisch erkennenoder Ausdruck .

    • Automatisch erkennen: Der Historian-Server wird automatisch auf Basis der AppEngine erkannt, auf der das referenzierte Attribut gehostet wird. Wenn zum Beispiel im Feld Verweis der Wert „UDO.UDA1“ angegeben ist, dann ermittelt die Option Automatisch erkennen den Namen des Historian-Servers, der für die AppEngine konfiguriert ist, auf der das Objekt „UDO“ ausgeführt wird. Auto-Erkennung ist nur für Application Server-Verweise gültig.

    • Ausdruck: Um eine Verbindung zu einem bestimmten Historian-Server herzustellen, geben Sie den Servernamen oder einen entsprechenden Ausdruck im Feld Servername ein.

    Das Icon links vom Feld Servername legt fest, ob die Eingabe als Ausdruck oder statischer Text interpretiert werden soll.

    Ist der Modus Ausdruck aktiv und das Feld Servername leer, so werden nur Echtzeitdaten angezeigt.

  8. Wählen Sie als Trend-Typ Gleitend oder Fest aus.

    • Gleitend: Die Startzeit einer Trendperiode ist die aktuelle Zeit, und die Endzeit ist die Dauer der Zeitperiode ab der Startzeit. Der Anfangszeitpunkt des nächsten Zeitraums ist der Endzeitpunkt des aktuellen Zeitraums.

    • Fest: Die Eigenschaften „StartTime“ und „EndTime“ ändern sich nicht automatisch. Der Trend beginnt zum aktuellen Zeitpunkt. Die Eigenschaft „StartTime“ kann mit einem Skript geändert werden.

    Die EndTime-Eigenschaft eines Trendzeitraums (sowohl gleitend als auch fest) ist schreibgeschützt. Die Endzeit eines Trendzeitraums wird aus der angegebenen Startzeit und Dauer des Zeitraums berechnet.

  9. Legen Sie im Feld Länge (Minuten) die Länge des darzustellenden Zeitraums (d.h. des Zeitraums für die X-Achse) fest.

    Der Trendzeitraum kann als konstanter Wert oder über einen externen Verweis, einen Ausdruck oder eine benutzerdefinierte Eigenschaft angegeben werden. Kommawerte werden auf die nächste Minute aufgerundet.

    Der Zeitraum beträgt mindestens 1 Minute und höchstens 10.080 Minuten (1 Woche).

  10. Mit den Optionen Automatischer Maßstab und Werte außerhalb des zulässigen Bereichs abschneiden wird das Verhalten der Wertachse gesteuert.

    Bei der Option Automatischer Maßstab sind die Felder Min. Wert und Max. Wert deaktiviert. Die Wertgrenzen der y-Achse werden dann automatisch so eingestellt, dass sämtliche Trendwerte im Trendstift-Zeichenbereich angezeigt werden.

    Bei der Option Werte außerhalb des zulässigen Bereichs abschneiden sind die Felder Min. Wert und Max. Wert dagegen aktiviert. Im Feld Min. Wert legen Sie den Wert für das untere Ende der y-Achse fest, im Feld Max. Wert den Wert für das obere Ende. In beiden Feldern kann ein konstanter Wert, ein externer Verweis oder eine benutzerdefinierte Eigenschaft angegeben werden.

    Ist die Option Werte außerhalb des zulässigen Bereichs abschneiden aktiv, werden Werte außerhalb des angegebenen Bereichs abgeschnitten. Stattdessen erscheint für den Zeitraum, in dem die Werte außerhalb des Bereichs liegen, eine waagerechte Linie.

  11. Wählen Sie als Kurventyp die Option Stufenlinie oder Linie aus.

    • Mit der Option Stufenlinie wird die Verbindungslinie von einem Trend-Datenpunkt zunächst horizontal bis zur x-Achsen-Position des nächsten Datenpunkts und dann von dort aus senkrecht zu diesem Datenpunkt gezogen.

    • Mit der Option Linie werden die nebeneinander liegenden Trend-Datenpunkte durch eine Linie auf kürzestem Wege miteinander verbunden.

Hinweis: Wenn die Redundanz für den AVEVA Historian-Server mit einem Partnerknoten konfiguriert ist, stellt das mit dem Historian-Server konfigurierte Trenddiagramm automatisch eine Verbindung her und ruft Daten von dem Knoten ab, der gerade aktiv ist. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Historian-Serverredundanz für InTouch.

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