Please ensure Javascript is enabled for purposes of website accessibility
Powered by Zoomin Software. For more details please contactZoomin

AVEVA™ InTouch HMI

Alarmzuordnungsdateien erstellen

  • Last UpdatedSep 26, 2024
  • 4 minute read

Wenn auf der Primärquelle und der Backup-Quelle unterschiedliche Objekte ausgeführt werden, müssen Sie die Alarme der beiden Quellen einander eindeutig zuordnen. Auf diese Weise kann festgestellt werden, welcher Alarm auf der Primärquelle welchem Alarm auf der Backup-Quelle entspricht, und zwar auch dann, wenn die einzelnen Angaben der Alarme unterschiedlich sind. Beispielsweise können Sie die Alarme einander anhand des InTouch-Variablennamens zuordnen. So wird ermöglicht, dass der Status eines Alarms ständig synchronisiert werden kann, auch wenn sich der Variablenname auf den beiden Quellen unterscheidet.

Hinweis: Sie müssen keine Alarmzuordnungsdatei erstellen, wenn auf der Primärquelle und der Backup-Quelle dasselbe Projekt ausgeführt wird. Wenn Sie keine Zuordnungsdatei angeben, wird automatisch angenommen, dass auf beiden Quellen identische Projekte mit identischen Alarmen laufen.

Erst die Zuordnung ermöglicht es, die Quittierung von Alarmen auf den beiden Alarmquellen zu synchronisieren, wenn unterschiedliche Projekte ausgeführt werden. Wenn ein Alarm auf der einen Quelle quittiert wird, kann das verteilte Alarmsystem anhand der Zuordnung ermitteln, welcher Alarm auf der anderen Quelle quittiert werden soll.

Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für die Zuordnung von Alarmen zwischen den beiden Quellen. In diesem Beispiel sind die Alarme A und B auf der Primärquelle den entsprechenden Alarmen MA und MB auf der Backup-Quelle zugeordnet.

Graphics describing alarm record mapping between the two providers of a hot backup pai

Die Alarmzuordnungsdatei ist im CSV-Format (Werte mit Trennzeichen) gespeichert. Um die Datei zu erstellen, verwenden Sie ein Programm wie Microsoft Excel oder den Windows-Editor. Anschließend importieren Sie die Datei in den Hot Backup Manager. Die Datei besteht aus einer geordneten Liste von Datenfeldern, über die die Alarme der Primärquelle und der Backup-Quelle einander zugeordnet werden.

Als Kopfzeile der Datei müssen Sie die Namen der Datenfelder angeben. Die Reihenfolge der Felder muss der Reihenfolge im Dialogfeld Hauptfelder auswählen entsprechen. Die folgende Abbildung zeigt eine Excel-Datei, in der die Felder entsprechend angeordnet sind.

Column headers of an Excel file that match the order of alarm record fields

Die Zuordnungsdatei muss lediglich Spalten für diejenigen Felder enthalten, die tatsächlich für die Zuordnung verwendet werden. Die folgende Abbildung zeigt beispielsweise eine Excel-Datei, die nur Spalten für Name, Klasse und Typ enthält. Wenn Sie weitere Spalten hinzufügen, muss die Reihenfolge der Felder weiterhin der Reihenfolge im Dialogfeld Hauptfelder auswählen entsprechen.

Excel mapping file

Jede Spalte ist in der Datei dabei doppelt vorhanden. Die linken Spalten enthalten die Werte für die Alarme auf der Primärquelle. Die rechten Spalten enthalten die Werte für die Alarme auf der Backup-Quelle.

Spalte in Zuordnungsdatei

Wert für Zuordnung der Alarme

Gruppe

Alarmgruppe der Variablen. Der Name darf keine Leerzeichen enthalten.

Name

Name der Alarmvariablen. Der Name darf keine Leerzeichen enthalten.

Klasse

Klasse des Alarms.
Die möglichen Werte sind:

  • VALUE = Wertalarm

  • DEV = Abweichungsalarm

  • ROC = Änderungsratenalarm

  • DSC = binärer Alarm

Typ

Typ der Alarmbedingung innerhalb der Alarmklasse.

  • LOLO, LO, HI und HIHI für Wertalarme

  • MinDev und MajDev für Abweichungsalarme

  • ROC für Änderungsratenalarme

  • DSC für binäre Alarme

Priorität

Priorität des Alarms. Zulässig sind Werte von 1 bis 999.

Wert

Siehe nachfolgende Hinweise.

Einschränkung

Siehe nachfolgende Hinweise.

Kommentar

Siehe nachfolgende Hinweise.

Für die Spalten "Wert", "Grenzwert" und "Kommentar":

  • Die Werte der Spalten "Wert" und "Grenzwert" dürfen aus beliebigen Zeichen/Zahlen (mit Ausnahme von Null) bestehen, wenn die Werte für "Klasse" oder "Typ" für den betreffenden Alarm nicht bekannt sind.

  • Die Werte der Spalten Wert und Grenzwert müssen aus den Zeichen 1234567890.-+eE bestehen, wenn der Wert für die Spalte Klasse für den jeweiligen Datensatz auf dem jeweiligen Knoten VALUE, DEV oder ROC lautet.

  • Die Werte der Spalten Wert und Grenzwert müssen aus den Zeichen 1234567890.-+eE bestehen, wenn der Wert für die Spalte Typ für den jeweiligen Datensatz auf dem jeweiligen Knoten LOLO, LO, HI, HIHI, MinDev, MajDev oder ROC lautet.

  • Die Werte der Spalten Wert and Grenzwert dürfen aus beliebigen Zeichen/Zahlen (mit Ausnahme von Null) bestehen, wenn die Werte für Klasse oder Typ für den jeweiligen Datensatz auf dem jeweiligen Rechner DSC lautet.

  • Für die Werte der Spalte Kommentar bestehen keine Einschränkungen.

  • Jeder Eintrag in der Zuordnungsdatei muss eindeutig sein. Doppelt vorhandene Einträge werden beim Import übergangen. Nähere Angaben hierzu werden nach Abschluss des Importvorgangs angezeigt.

Sie können die Feldwerte der Alarmdatensätze (Gruppe, Name, Priorität usw.) kombinieren, um einen "Zuordnungsschlüssel" zu erstellen, der die Alarmdatensätze eindeutig kennzeichnet.

Eine InTouch-Alarmquelle verwendet für das Feld "Name" den Namen der Variablen, die den Alarm erzeugt hat. Bei einem Hot Backup-Paar kann daher ein Zuordnungsschlüssel aus der Gruppe und dem Feld "Name" erstellt werden.

Zum Beispiel:

Quellenrechner

Backup-Rechner

$System!VariableA

$System!VariableB

Wenn eine Quelle ein eindeutiges Feld hat, das sich aus dem Feld "Name" und dem Feld "Kommentar" zusammensetzt, kann der Zuordnungsschlüssel eine Kombination aus Name und Kommentar sein.

Quellenrechner

Backup-Rechner

VariableA!KommentarA

VariableB!KommentarB

Dasselbe gilt für beliebige andere Kombinationen von Feldern.